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Pfarrei St. Jakobus - Machtilshausen

kirche machtilshausenAm 18. Juni 824 schenkte Eggiswind sein ganzes Besitztum in Matolfeshus mit 5 Eigenleuten an das Kloster Fulda. Dies ist älteste bekannte Urkunde des Ortes Machtilshausen.
Machtilshausen war bis 1863 ein Filialort der Pfarrei Langendorf.
Bis dahin gingen die Machtilshäuser zum Gottesdienst nach Langendorf. Langendorf war die Mutterpfarrei für die umliegenden Orte Fuchsstadt, Elfershausen, Machtilshausen, Feuerthal und die Filialorte Westheim und Trimberg.

Aber schon 1427 muss Machtilshausen eine ansehnliche Ortschaft mit einer eigenen Kapelle gewesen sein, da in diesem Jahr ein Frühmessbenifizium durch den Amtmann Conrad von Steinau auf der Trimburg und seinen Bruder Heinrich gestiftet wurde. An vier Werktagen in der Woche wurde in der Kapelle des HI. Jakobus des Älteren auf dem Altare des HI. Simon und Judas eine Messe gelesen. Die Stiftungsurkunde ist datiert 1426 am Tage nach Maria Himmelfahrt.

Im Jahre 1578 wurde Elfershausen eine eigene Pfarrei. Zur Ergänzung des unzureichenden Pfarreinkommens wurde das für Machtilshausen gestiftete Frühmessbenifizium der Pfarrei

Im Jahre 1502 wurde unter Fürstbischof Lorenz von Bibra (1495 - 1519) die erste steinerne Kirche mit Chor und Turm errichtet. Diese wurde im Jahre 1909 erneuert, wobei Chorraum und Turm der alten Kirche erhalten blieben. Dies ist noch am Schlussstein des spätgotischen Netzgewölbes zu sehen. 1787 wurde der Jakobus-Bildstock an der Außenseite der Kirche errichtet, welcher heute der älteste Jakobus-Bildstock im Bistum Würzburg ist. Bis zum Jahre 1840 war um die Kirche der Friedhof angelegt, der in diesem Jahre dann zur Kreuzkapelle verlegt wurde.

Ab 1860 wurde Machtilshausen eine eigene Pfarrei mit Pfarrhaus. Im Jahre 1922 wurde der aus Holz geschnitzte und farblich gefasste Kreuzweg von Prof. Spiegel geschaffen, sowie das Kreuz vor dem Chorraum angeschafft.

Machtilshausen blieb auch von den Folgen des zweiten Weltkriegs nicht verschont. Und so wurden zwei der drei vorhandenen Glocken zum Einschmelzen abgeholt. Am Tag Maria Himmelfahrt 1944 brach in der Gemeinde ein Großfeuer aus, bei dem 6 Scheunen, zwei Wohnhäuser und der Kirchturm dem Feuer zum Opfer vielen. Der Turm brannte bis zu den Mauern total ab und bis zum Chorgewölbe innen total aus. Dabei wurde die noch verbliebene Glocke und Turmuhr ein Raub der Flammen. Im Jahre 1948 wurde der Turm wieder aufgebaut und im Jahre 1950 kaufte die Kirchengemeinde eine neue Glocke mit der Aufschrift:

1444 vernichtet durch Brand 1950 im heiligen Jahr ich neu erstand und rufe Gnad und Segen ins fränkische Land.

Im Jahre 1953 kaufte die Gemeinde Machtilshausen eine zweite Glocke und eine Turmuhr. Diese Glocke trägt die Aufschrift:

Oh Engel rein oh Schützer mein du Führer meiner Seele, lass mich dir anbefohlen sein, dass ich vor Gott nicht fehle. Danach kam eine der abgeholten Glocken zurück, diese trägt die Aufschrift: SOLI . DEO. HONNOR. MARIA. ANNO DOMINO

M. CCCC. XXXX I (= 1441)

Damit war das Glockengeläute wieder vollständig.

Bis 1970 hatte Machtilshausen einen eigenen Pfarrer der auch Feuerthal mitbetreute. Nachdem Pfarrer Mauer aus Gesundheitsgründen in Ruhestand ging, wurde Machtilshausen vom Pfarrer aus Fuchsstadt betreut.

Seit 3. Okt.2008 ist Machtilshausen Mitglied der Pfarrgemeinschaft 'Saalekreuz'.

 

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