Am 01. Dezember dieses Jahres werden es 20 Jahre, dass ich Pfarrer in Fuchsstadt, Machtilshausen und Feuerthal sein darf. Das ist eine im Vergleich zu anderen Pfarrern überdurchschnittlich lange Zeit. Mein Vorgänger Pfr. Mitka z.B. war 17 Jahre lang Pfarrer in Fuchsstadt, Pfr. Feser 13 Jahre in Elfershausen. Mitte 2008 sind durch die Gründung der Pfarreiengemeinschaft „Saalekreuz” noch Elfershausen, Engenthal, Langendorf, Trimberg und Westheim hinzu gekommen.
Ich habe in der letzten Zeit keinen Hehl daraus gemacht, dass nach dieser langen Zeit langsam ein Wechsel ansteht. Dieser Wechsel wird also aktuell: Zum September 2012 werde ich die Pfarrstelle in Haibach (bei Aschaffenburg) mit Filialen Grünmorsbach und Dörrmorsbach übernehmen.Wir Pfarrer sind ja gehalten, wenn es die Gesundheit zulässt, bis 70 Jahre im Dienst zu bleiben. Und diese ganze Zeit hier am Ort zu verbringen - das wären dann insgesamt 40 Jahre! - halte ich für ganz und gar unvertretbar. Auch halte ich es nicht für sinnvoll, vielleicht noch 10 Jahre zu bleiben und dann mit 60 Jahren wegen 10 verbleibender Dienstjahre die Stelle noch einmal zu wechseln. Je älter man wird, umso schwerer fällt ja auch ein Wechsel und deswegen denke ich, dass nach 20 Jahren hier vielleicht noch einmal soviel an der neuen Stelle eine ganz gute Verteilung sein könnte. Zudem soll man ja dann gehen, solange die Leute noch sagen: „Schade, dass er geht.” und nicht erst, wenn es heißt: „Gott sei Dank, dass er geht.”
Die neue Stelle hat den Charme, dass sie sehr übersichtlich ist, d.h. es sind zwar mehr Katholiken als hier, ca. 6.000, aber sie sind auf nur drei Dörfer verteilt. Zudem ist die neue Pfarrei in meiner näheren Heimat, wo ich ja schon immer gesagt habe, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, dass es wieder einmal in diese Richtung gehen könnte. So gesehen war dies eine einmalige Gelegenheit, die ich jetzt oder nie ergreifen konnte.Zeitgleich zum September 2012 wird übrigens auch Kuratus Sigmund Simon als Pensionist nach Langendorf ziehen. Er stammt ja von Langendorf und kommt als Ruhestandspriester in seine alte Heimat.Die verbleibenden 10 Monate werden wir sinnvoll dafür nutzen können, den Übergang gut vorzubereiten und zu gestalten.
Pfr. Erich Sauer